Die meisten Reinigungsprobleme entstehen nicht durch zu wenig Aufwand, sondern durch die falsche Reihenfolge. Wer zuerst den Boden wischt und danach die Regale abstaubt, macht die Arbeit zweimal. Die folgenden Punkte sind nach Bereichen sortiert, damit Sie sie direkt in Ihren Reinigungsplan übernehmen können.
Grundregeln, die überall gelten
- Von oben nach unten arbeiten: erst Flächen und Ablagen, dann der Boden.
- Von hinten zum Ausgang reinigen, damit niemand über frisch Gewischtes läuft.
- Trocken vor feucht: erst entstauben, dann wischen.
- Reinigungsmittel einwirken lassen, statt mit mehr Druck zu arbeiten.
- Dosierung nach Herstellerangabe. Mehr Mittel reinigt nicht besser, es hinterlässt Filme, auf denen Schmutz schneller haftet.
- Farbcodierte Tücher verwenden: eine Farbe für Sanitär, eine für Küche, eine für Büroflächen.
Büro und Arbeitsplätze
- Schreibtische nur auf freien Flächen reinigen, Unterlagen nicht verschieben.
- Tastaturen und Telefone gehören zu den keimreichsten Flächen im Büro und brauchen eigene Tücher.
- Bildschirme trocken oder mit speziellem Mikrofasertuch, nie mit Glasreiniger.
- Türklinken, Lichtschalter und Aufzugtasten täglich mitnehmen.
- Papierkörbe leeren, bevor gewischt wird.
- Fensterbänke und Heizkörper wöchentlich entstauben, sonst verteilt die Heizluft den Staub im ganzen Raum.
Sanitärbereiche
- Sanitär immer zuletzt reinigen und mit eigenem Material.
- Von der saubersten zur schmutzigsten Fläche arbeiten: erst Spiegel und Waschbecken, zuletzt das WC.
- Kalk früh entfernen. Einmal festgesetzt, braucht es aggressive Mittel, die Armaturen angreifen.
- Bodenabläufe regelmäßig spülen, sonst trocknet der Geruchsverschluss aus.
- Verbrauchsmaterial auffüllen, bevor es leer ist, nicht wenn es leer ist.
- Lüftungsgitter monatlich absaugen.
Böden
- Sauberlaufzonen im Eingang halten bis zu 80 Prozent des Schmutzes zurück. Sie sind die günstigste Reinigungsmaßnahme überhaupt.
- Vor jedem Wischen gründlich kehren oder saugen.
- Wischwasser wechseln, sobald es trüb wird. Schmutziges Wasser verteilt Schmutz.
- Parkett und Vinyl nur nebelfeucht wischen.
- Teppiche brauchen zusätzlich zur Saugreinigung ein bis zwei Grundreinigungen im Jahr.
- Fugen in Steinböden separat bürsten, sie werden beim Wischen kaum erreicht.
Organisation und Planung
- Reinigungsplan schriftlich festhalten, mit Fläche, Turnus und Verantwortlichkeit.
- Feste Reinigungskraft statt wechselndem Personal. Eingearbeitete Kräfte brauchen für dasselbe Ergebnis deutlich weniger Zeit.
- Reinigungszeiten außerhalb der Nutzungszeiten legen.
- Zuständigkeit für Nachbestellungen eindeutig klären.
- Einmal im Quartal gemeinsam durch das Objekt gehen und den Plan anpassen.
- Den Turnus lieber erhöhen als den Stundensatz drücken. Regelmäßigkeit spart langfristig mehr, weil sich Schmutz gar nicht erst festsetzt.
Der wichtigste Punkt
Von allen dreißig Punkten wirkt sich der letzte am stärksten aus. Flächen, die regelmäßig gereinigt werden, brauchen pro Einsatz weniger Zeit und weniger Mittel. Wer dagegen den Turnus streckt, zahlt später mit Grundreinigungen, die ein Vielfaches kosten.
Wenn Sie unsicher sind, welcher Turnus zu Ihrem Objekt passt, hilft ein Blick von außen. Fordern Sie ein unverbindliches Angebot an, wir schauen uns die Flächen vor Ort an.